When I was a kid I always wanted to be James Dean!

Der Jazzclubs Moods steht in Zürich für gute Live Musik, vornehmlich Jazz. Diesen Freitagabend werden aber rauere Töne angeschlagen: Die Band The Hillbilly Moon Explosion spielt einmal mehr am Ort Ihrer Entstehung (nicht das Moods, aber Zürich). Den Zürchern wird die Genfer Blues-Combo Hell’s Kitchen folgen. Tolle frisieren,Jeans überstreifen oder gepunktetes Kleid anziehen und ab Richtung Schiffbau!

Hillbilly Moon Explosion Logo

The Hillbilly Moon Explosion haben sich ganz dem Rockabilly verschrieben. Seit Ende 1999 spielen sie ihren 50er-Jahre-inspirierten Sound auf in- und ausländischen Bühnen. Kürzlich ist ihr neues Album “Buy, Beg or Steal” erschienen. Dieses bringen sie seit Anfang Jahr auf einer ausgedehnten Tour überall in Europa unter die Leute. Ein Monat nach ihrem Auftritt am Röntgenplatzfest, sind sie jetzt nochmals in Zürich zu hören, bevor es wieder ab ins Ausland geht. Zum Einstimmen ein Track vom vorletzten Album “All Grown Up”:


The Hillbilly Moon Explosion – Live the Life

Hell's Kitchen Logo

Nach The Hillbilly Moon Explosion wirds bluesig dreckig im Stile von Grinderman: Um 22:30 kommen Hell’s Kitchen. Die Genfer behaupten von sich selbst, sie strebten eine Fusion von Blues mit post-industriellen Einflüssen an (hier). Auch Sie veröffentlichten Frühling ein neues Album – ihre fünfte Scheibe “Dress to dig”. Zoë und Toms Tipp: “Teachers”.


Hell’s Kitchen – Teachers

Freitag, 23. September 2011, 20:30 Jazzclub Moods. Weitere Infos zum Konzert gibt’s hier auf der Homepage des Moods.

The Hillbilly Moon Explosion: Homepage, Myspace

Hell’s Kitchen: Homepage, Myspace

This entry was written by tomcbe, posted on September 22, 2011 at 12:36 pm, filed under Musik and tagged , , , , , , . Leave a comment or view the discussion at the permalink.

Ankommen

Es ist Sonntagabend, “Halb zwölf meine Zeit”. Wie unendlich weit gereist man sich fühlt, wenn man auf einen Zeitunterschied hinweisen kann. Eigentlich bin ich überhaupt nicht weit gereist. Ein paar Kilometer nach Norden, einige in den Westen, über einen grossen Kanal und schon war ich da. Letzten Dienstag kam ich an. Mit wenig Gepäck, wenig Erwartungen und einzig einer Adresse im mir damals noch geheimnisvoll klingenden Stadtteil “Highgate”.

Meiner Meinung nach ist “Stadtteil” für Londons Stadtteile eine komplette Fehlbenennung; vielmehr erscheint mir London nach meiner ersten Woche als eine grosse Patchworkdecke aus lauter kleinen Dörfern. So zum Beispiel auch Highgate Village, wo ich wohne und wo ich bei einem meiner Spaziergänge tatsächlich schon eine Kreuzung gefunden habe, von welcher aus man die ganze pulsierende “Down Town” überblicken kann. Und wenn man da so runterschaut, erscheint es einem ziemlich unmöglich, dass man in der selben Stadt wie David Cameron wohnt.

Highgate bietet nicht nur einen der höchsten natürlichen Punkte in der Stadt, sondern grenzt, zufälliger- und glücklicherweise gerade mit der Strasse an der ich wohne, auch direkt an Hampstead Heath, den zweitgrössten Park der Stadt. Gut, das hat mir zwar in den Anfängen (vor dem Besuch der Apotheke) grössere allergische Beschwerden beschert, aber so ein Sonnenuntergang, der einen ganzen Park in goldenes Licht taucht, ist eine wunderbare Wiedergutmachung. Denn ja, ich kann einen solchen Sonnenuntergang von meinem Zimmer aus bestaunen.

Aber um nur im Zimmer zu hocken und dem Sonnenuntergang zu frönen, war die vergangene Woche für Londoner Wetterverhältnisse dann doch eine viel zu schöne. So hab’ ich meine Siebenmeilenturnschuhe angezogen und bin gelaufen, weiter gelaufen und noch weiter gelaufen. Die Spaziergänge waren wunderbar, Backsteinhäuser, die grossen und die kleinen Parks, der Fluss und viele Märkte zogen nur so an einem vorbei, während man sie gleichzeitig in sich aufsog. Allerdings bleibt nach fünf solchen im wahrsten Sinne des Wortes “vergangenen” Tagen nur die Erkenntnis, dass die Stadt einfach unendlich gross sein muss, wenn man sie immernoch nicht ansatzweise ganz gesehen hat. Wird man sie je gesehen haben?

Ps. Ich musste beim Kaufen einer Schere (mit ca. 6 cm langen, vorne abgestumpften Klingen) meine ID zeigen.

 

This entry was written by zmy, posted on September 19, 2011 at 11:08 am, filed under Zoë aus London. Leave a comment or view the discussion at the permalink.

Wo waren wir?

Lang ist’s her, seit dem letzten grossen Post. Bei jenen hitzigen Temperaturen (der Sommer scheint bereits Lichtjahre entfernt, doch tatsächlich war es vor 2 Wochen noch 30 Grad) ist erstens mehr Ruhe als los angesagt und es wurde zudem für überflüssig befunden, eine weitere, dieser bereits wie Sand an der Côte d’Azur existierenden, “Anleitungen für den Sommer” zu veröffentlichen. Seien wir doch einmal ehrlich, was man bei heissen Sommertagen und flimmernd lauen Stadtnächten unternehmen kann (und bisweilen muss), weiss schliesslich jedes Kind. Und ja, der Sommer war schön, wir haben alle Glacésorten probiert, haben uns Velofahrerwädli antrainiert und unseren Köpfler perfektioniert.

Tempi passati! Es ist jetzt nämlich Herbst, es regnet und das neue Semester steht vor der Tür. Ach, und Zoë ist in London. Ruhelos wie sie ist, wird an dieser Stelle hie und da aus der Stadt des riesigen Rades Bericht erstatten, während Tom selbstverständlich  mit seinen Tipps dafür sorgen wird, dass euch zahlreichen Lesern in Zürich und sonstigen schweizer Metropolen nicht langweilig wird.

Achtung, Herbst, los!

This entry was written by zmy, posted on at 11:04 am, filed under Kategorielos. Leave a comment or view the discussion at the permalink.

Erwachen mit Tino Hanekamp

So langsam erwacht ruhelos.com aus dem Spätsommerschlaf. Freut euch auf neue Hinweise rund um alles, was Zoë und Tom umtreibt.

Der erste Event, den euch ruhelos.com ans Herz legen will ist die Lesung von Tino Hanekamp im Kaufleuten morgen Abend im Kaufleuten. Hanekamp war / ist Clubbetreiber in Hamburg und hat am 14. März dieses Jahres sein erstes Buch “So was von da” herausgegeben.

Die grosse Überraschung: Zoë und Tom haben zwei Eintritte für die Lesung morgen Abend zu verschenken!

Mehr zu Tino Hanekamp: Interview mit Tino Hanekamp auf taz.de, Website von Tino Hanekamp (mit Kostprobe und Filmchen zum Buch), Rezension zu “So was von da” auf zeit.de

Lesung: Tino Hanekamp
Datum: Donnerstag, 15.09.2011, Beginn 20:00
Infos zur Lesung gibt’s hier.

Um an die Tickets zu kommen, schreibt einen Kommentar zu diesem Artikel oder auf der Facebook Page. Der oder die erste gewinnt.

This entry was written by tomcbe, posted on September 14, 2011 at 12:57 pm, filed under Lesen and tagged , , , , , , , , . Leave a comment or view the discussion at the permalink.

Von musikalischen Hasen

Die Konzertreihe Summer Sounds im Kaufleuten steht diese Woche im Zeichen der Hasen und Kaninchen.

Stiller Has waren am Montag so gar nicht still. Endo Anaconda zog die Gäste mit seiner beeindruckenden Bühnenpräsenz von Beginn in seinen Bann. Begleitet von hervorragenden Musikern (Salome Buser, Schifer Schafer, Markus Fürst)  erzählte und sang der alte Hase über die Turbulenzen an der Börse, polnische Könige, Lauch und Kartoffeln, Wallisellen, Francine Jordi und Florian Ast – und noch mehr von Lauch(kuchen). Improvisationen und Stücke wurden gekonnt ineinander verflochten. Tom und Zoë können den Besuch eines Konzerts von Stiller Has wärmstens und mit Begeisterung jedem ans Herz legen. Das muss Herr Schweizer gesehen und vor allem gehört haben.

Nach diesem fulminanten bluesig-rockig-jazzigem Wochenauftakt sind wir gespannt auf den heutigen Mittwochabend: Dieser steht ganz im Zeichen des Rock. Der Hase ist dieses mal tot und spricht englisch: Dead Bunny – Luzerner musizieren amerikanisch. Das klingt mal bluesig, mal , kann aber  wie in “I don’t know you” auch mal stark nach Eagles Of Death Metal klingen oder ein wenig nach Incubus (“Farmer”). Vor kurzem spielten Dead Bunny im La Catrina in Zürich. Wer sie dort wie Tom und Zoë verpasst haben, kann morgen mal reinhören. Hörproben gibt’s auf Myspace hier.

Dead Bunny teilen sich den Abend an den Summer Sounds mit den Monotales. Aufgrund ihres “wenig-hasigen” Namens mussten die aber hier nur eine Nebenrolle. Die Monotales könnt ihr hier auf Myspace – wo sonst? – hören.

Die Konzerte starten um 21:30. Infos zur Summer Sounds Konzertreihe findet ihr auf der Website HIER.

This entry was written by tomcbe, posted on August 10, 2011 at 12:30 am, filed under Musik and tagged , , , , . Leave a comment or view the discussion at the permalink.

Ab ins Exil

Kurz vor Feierabend noch ein Tipp fürs Freitagabendprogramm: RUN/AWAY.

So nennt sich die Sause, die heute im Exil steigt. Dabei sind die Künstler, die heute für die Klangkulisse verantwortlich sind, so gar nicht zum wegrennen: Le Dompteur (live), Xinobi und Mannequine.

(more…)

This entry was written by tomcbe, posted on July 8, 2011 at 2:17 pm, filed under Musik and tagged , , , , , , , . Leave a comment or view the discussion at the permalink.

Kulturfestival

Ruhelos linst Zürich mal wieder herüber zur Hauptstadt des nächsten Ostens, nach St. Gallen. Dort hat vorgestern das 7. Kulturfestival St. Gallen begonnen, das man hier im schönen Zürich tatsächlich noch als Geheimtipp handelt, obwohl es mit einem grossartigen Line-Up (hier direkt zum Programm) von schon längst bekannt gewordenen Ex-Geheimtipps auftrumpft. Darunter wären zum Beispiel Da Cruz (heute!), die modernsten elektronischen Bossa Nova vom feinsten spielen, Dunkelbunt, der den grossen Balkan-Pop-Tsunami überstanden hat und immer noch experimentelle und gleichzeitig leichte, tanzbare Gute-Laune-Musik mit östlichen Wurzeln macht, und Le Trio Joubran mit ihren poetischen musikalischen Verführungen aus dem Orient. Und nicht zu vergessen: Auch Bodi Bill sind dabei – für diejenigen, welche die kühnen berliner Elektrojungs kürzlich in Zürich verpasst haben.

Ganz nebenbei lohnt sich der Festivalbesuch nicht nur wegen der musikalischen Köstlichkeiten sonder natürlich auch wegen der (zumindest bei schönem Wetter) zauberhaft entspannten Sommerabend-Atmosphäre im zweckentfremdeten Innenhof des Völkerkundemuseums, die fast schon perfekte Location für den Anlass. Die Konzerte finden bei jeder Witterung statt und Tickets gibt es hier. Also: hingehen, lauschen und tanzen!

This entry was written by zmy, posted on July 7, 2011 at 3:16 pm, filed under Musik. Leave a comment or view the discussion at the permalink.

Kinowetter

Wir befinden uns mal wieder in der zweiten Wochenhälfte, die in diesem Sommer offenbar traditionsgemäss schlechtes Wetter mit sich bringt. Da wir aber aus der Erfahrung der letzten Wochen wissen, dass es spätestens am Sonntag wieder wunderschön wird, blasen wir nicht lange Trübsal sondern tun das, was man bei diesem Wetter immer tut: wir gehen ins Kino. Ein Grund dafür wäre Joschka und Herr Fischer, die seit einer Woche gezeigte Biographie des deutschen Ex-Ausseministers und deutschen Grünens der ersten Stunde.

Wie viele Bio-Pics leidet auch dieser Film zwar an einer gewissen Schönfärberei, was die Kritiker nicht übersahen und deshalb auch nicht viel Gutes am Werk von Pepe Danquart, inzwischen ein Freund Fischers, liessen. Dabei hat dieser filmisch wirklich hervorragende Arbeit geleistet und einen wunderschönen und sehr modernen Dokumentarfilm gedreht, der als solcher unbedingt als Messlatte für künftige Dokumentarfilme gelten soll. Trotz einer Länge von über 2 Stunden wird es nie langweilig, wenn Fischer uns auf eine Zeitreise durch seine 60 Jahre Deutschland mitnimmt.

Danquart arbeitet nur mit historischem Bildmaterial und Interviews, ohne jegliche kommentierende Untertitel oder fremde Off-Kommentare. Die alten Filmschnipsel, die er verwendet, sind sorgfältig ausgewählt, teils noch ungesehen und nie historisch überladen (mit Ausnahme der Hitler-Szenen vielleicht), während die Interviews mit Fischer und seinen Zeitgenossen mit einfachen Mitteln äusserst bildstark inszeniert sind. Wer dem in die Jahre gekommenen und rundlich gewordenen Herr seine Selbstgefälligkeit im Hinblick auf seine zweifellos ausserordentliche Vita verzeiht und einfach zeitgenössisches Dokumentarfilmen at it’s best geniessen möchte, der sollte den Film auf keinen Fall verpassen.

Joschka und Herr Fischer läuft  in Zürich im Riff Raff.

This entry was written by zmy, posted on June 30, 2011 at 6:25 pm, filed under Film. Leave a comment or view the discussion at the permalink.

Elektronische (K)Langsamkeit: Nicolas Jaar

Nicolas Jaar

Gemäss Zeit online zur Zeit als “neues Technowunder” gelobt (1), bei Pitchfork unter Best New Music 2011 aufgeführt (2), in diversen Blogs gelobt: Nicolas Jaar. Der 21-jährige brachte vor kurzem sein erstes Studioalbum “Space Is Only Noise” auf den Markt und reiht sich damit in die vielerorts gelobte neue langsame Strömung der elektronischen Musik ein. Sein Name wird begleitet von anderen jungen Künstlern wie zum Beispiel James Blake. Heute (Mittwoch) und morgen (Donnertag) ist/war Nicolas Jaar live im Exil zu hören. (more…)

This entry was written by tomcbe, posted on June 22, 2011 at 9:44 pm, filed under Musik and tagged , , , , . Leave a comment or view the discussion at the permalink.

Teds Band

Welcher Ted? Ted aus der Fernsehserie Scrubs natürlich. Ted heisst in Wirklichkeit Samuel Lloyd. Und seine A-capella-Gruppe nennt sich The Blanks. Zu deren Mitglieder zählen Philip McNiven (Countertenor), George Miserlis (Bariton), Paul F. Perry (Bass) und eben Samuel Lloyd (Lead-Tenor).

Seit Scrubs sind The Blanks bekannt dafür, Titelmelodien von Fernsehserien in A-capella-Stücke zu verwandeln. Dass ihr Repertoire aber weit mehr umfasst, beweisen Sie in diesem beeindruckenden Medley, mit dem sie weit über die The Wortless Peons-Fangemeinde hinaus begeistern:

 

The Blanks nehmen sich selbst also nicht ganz so ernst. Ihre Live-Auftritte sind denn auch, wie die bei guten A-capella-Bands üblich, keine normalen Konzerte, sondern eine Mischung aus Musik und Sketch-Comedy. Apropos: Momentan sind sie in Europa auf Tournee. Für einen Stopp in der Schweiz hat’s offenbar nicht gereicht, aber anfang September kommen sie nach Deutschland, zum Beispiel nach Berlin und Hamburg.

Weitere Informationen zur Tour und einen Player mit jeder Menge Musik findet ihr auf der Homepage der Band: theblankswebsite.com.

This entry was written by tomcbe, posted on June 6, 2011 at 10:41 am, filed under Musik and tagged , , . Leave a comment or view the discussion at the permalink.

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